Psychotherapie

Schon früh nach der logopädischen Ausbildung begann ich mich intensiv für die Psychotherapie zu interessieren. Immer wieder zeigte sich, dass hinter Erkrankungen und Symptomen Erfahrungen oder Bedürfnisse stehen. Aus diesem Interesse wuchs der Wunsch, Menschen nicht nur sprachlich, sondern in ihrem gesamten Erleben zu begleiten.

 

Heute arbeite ich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen überwiegend lösungsfokussiert. Dieser Ansatz richtet den Blick auf vorhandene Stärken und Ressourcen, um gemeinsam neue Perspektiven und Wege zu entdecken. Dabei geht es weniger darum, Probleme lange zu betrachten, sondern vielmehr darum, das zu finden, was hilfreich ist und weiterführt.

 

Ob in einer Phase der Unsicherheit, in Umbruchsituationen oder bei anhaltenden Belastungen – ich biete einen Raum und den Rahmen, in dem Sie Ihre persönliche Entwicklung anstoßen können.

DSC_0587

DSC_0104 lösungsfokussierte Therapie

Lösungsfokussierte Arbeit 

In meiner psychotherapeutischen Praxis (HeilprG) orientiere ich mich unter anderem an der lösungsfokussierten Kurztherapie (Solution Focused Brief Therapy, SFBT), die von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg entwickelt wurde. 
 

Die lösungsfokussierte Arbeit geht von der Überzeugung aus, dass positive Veränderung jederzeit möglich ist – unabhängig davon, wie lange ein Problem schon besteht oder wie komplex es erscheinen mag. Eine Lösung kann sich also unabhängig von der ausführlichen Problemanalyse entwickeln. Hilfreich ist, sich auf Wünsche, Ziele oder Ressourcen zu fokussieren.
  

Ich begleite Sie oder Ihr Kind dabei, individuelle Lösungen zu finden, die machbar, alltagstauglich und nachhaltig sind. Oft sind es die einfachen Dinge, die zu mehr Lebensfreude führen. Das Motto „einfach machen“ kann in seiner Doppeldeutigkeit betrachtet werden: einerseits ohne Zögern zu beginnen oder andererseits etwas einfach werden zu lassen.


Ich schaff’s – Stärken entdecken, Lösungen finden

"Ich schaff’s" ist ein lösungsorientiertes Motivationsprogramm für Kinder und Jugendliche, entwickelt von Ben Furman, einem finnischen Psychiater und Psychotherapeuten. Im Zentrum der Methode steht nicht das Problem, sondern die Fähigkeit, daran zu wachsen.

 

Statt Schwierigkeiten als Defizite zu sehen, geht "Ich schaff’s" davon aus, dass jedes Kind neue, nützliche Fähigkeiten entwickeln kann – mit Freude, Zuversicht und Unterstützung.

 

Mit dieser positiven Perspektive begleite ich Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg, selbstwirksam neue Strategien zu entwickeln, schwierige Situationen zu bewältigen und ihre Ziele zu erreichen.

 

Das Programm folgt einem klar strukturierten, kindgerechten Ablauf mit 15 einfachen Schritten – flexibel anpassbar je nach Alter, Thema und Kontext.

 

Ob es um Ängste, Konzentration, Konflikte, Schulverweigerung, Selbstvertrauen oder Alltagskompetenzen geht – "Ich schaff’s" bietet einen wertschätzenden Rahmen, in dem Kinder sich als aktive Gestalter ihrer Entwicklung erleben.

 

Durch die spielerischen Elemente, die bildhafte Sprache und den Fokus auf Lösungen wird die Methode nicht als "Behandlung", sondern als unterstützender Lernprozess erlebt.

 

"Ich schaff’s"

  • Stärkt Selbstwirksamkeit und Selbstwert

  • Fördert lösungsorientiertes Denken

  • Baut Ressourcen auf, anstatt Probleme zu vertiefen

  • Unterstützt eine wertschätzende Haltung im Umgang mit Kindern

  • Leicht erlernbar für Fachkräfte, Eltern und Kinder

  • Stärkt nachhaltig für zukünftige Herausforderungen


Kinderspieltherapie bei Sprach- und Sprechstörungen

Das Kind drückt im Spiel das aus, was es sprachlich oft noch nicht mitteilen kann – seine Gefühle, Bedürfnisse, inneren Konflikte und Erfahrungen. In einem sicheren, wertschätzenden Raum wird das Spiel zum Ausdrucksmittel, das weit über Worte hinausgeht.

 

Kinder mit Sprach- und Sprechstörungen oder Einschränkungen in der Kommunikation erleben häufig Frustration, Missverständnisse und Rückzugsverhalten. Sprachliche Auffälligkeiten können nicht nur Symptome sein, sondern auch Ausdruck innerer Spannungen, emotionaler Unsicherheit oder mangelnden Vertrauens in die eigene Kommunikationsfähigkeit.

 

Die personenzentrierte Spieltherapie bietet hier einen besonderen, ermutigenden Zugang. Das Kind muss nichts "leisten" oder "richtig machen". Sprache entsteht nicht unter Zwang, sondern darf sich entwickeln. Gefühle wie Scham oder Angst beim Sprechen können über das Spiel symbolisch verarbeitet werden. Durch die echte und bedingungslos wertschätzende Zuwendung erlebt sich das Kind als angenommen – unabhängig von seinen sprachlichen Fähigkeiten. Durch wiederholte positive Beziehungserfahrungen, Selbstwirksamkeit im Spiel und die begleitende Sprache der Therapeutin wird Kommunikation gefördert – weniger als Übung, sondern als Beziehungsangebot. All das geschieht in einem nach außen geschützten Rahmen. 

 

In der nondirektiven Kinderspieltherapie bestimmt das Kind den Spielverlauf – es wählt die Themen, Materialien und die Art des Spiels. Als Therapeutin begleite ich das Kind auf dem Weg, den es wählen wird. 

 

Die personenzentrierte Kinderspieltherapie eignet sich besonders für Kinder mit:

  • Sprachentwicklungsverzögerungen und -störungen

  • Sprechangst oder elektivem Mutismus

  • Artikulationsstörungen

  • Rückzug oder Auffälligkeiten im Kommunikationsverhalten

  • Sprachblockaden in Verbindung mit belastenden Lebensumständen

Sie kann begleitend zu logopädischer Therapie eingesetzt werden oder als eigener therapeutischer Ansatz in die Entwicklungsförderung integriert werden.

 

Ein zentraler Bestandteil dieser Therapieform ist das systemische Denken, welches das Umfeld einbezieht. Ziel ist es nicht, Schuld zuzuweisen, sondern Entwicklung gemeinsam zu ermöglichen. 

kleiner Therapieraum
Therapiehund
Therapieraum